Senile Bettflucht

Senile Bettflucht – Wenn die Nacht plötzlich vorbei ist

Unter senile Bettflucht versteht man einen gestörten Schlaf Rhythmus. Im fortschreitenden Alter kommt es zu einer Verkürzung des Schlafbedürfnisses. Somit wachen Senioren bereits um vier Uhr morgens auf und fühlen sich trotzdem ausgeruht. Oftmals liegt der Grund bei kurzen Mittagsschläfchen.

Sinkendes Bedürfnis nach Schlaf macht sich breit

In Deutschland sind ca. 60% der über 60 jährigen von Ein- und Durchschlafstörungen betroffen. Im fortschreitenden Alter sinkt das Schlafbedürfnis pro Nacht auf 5 Stunden, da es zu einer Verkürzung der Traum- und Tiefschlafphasen kommt. Dies führt zu zunehmenden wachen Phasen, welche zusätzlich durch den leichten Schlaf des Seniors vermehrt werden.

Klären Sie Gründe für Schlafstörungen ab

Es ist empfehlenswert eine ärztliche Untersuchung durchführen zu lassen, damit Sie ausschließen können, dass ihre Schlafstörung von körperlichen Ursachen (Darmkrankheiten, Tumorerkrankungen etc.) hervorgerufen wird. Eine weiterer Grund für ihre Schlafstörung könnten Nebenwirkungen von Medikamenten sein.

Ratschläge die bei seniler Bettflucht hilfreich sind

  • Vermeiden Sie Mittagsschläfchen. Sparen Sie ihren Schlaf für die Nacht auf
  • Bewahren Sie ihren Rhythmus, indem Sie ihren Körper auf den Schlaf einstimmen. Hilfreich hierzu sind z.B. eine Tasse Tee oder ein abendlicher Spaziergang
  • Vermeiden Sie koffeinhaltige und alkoholische Getränke
  • Lesen Sie ein Buch oder hören Sie ruhige Musik statt Fernzusehen
  • Grundsätzlich sollten Sie nur ins Bett gehen, wenn Sie wirklich müde sind
  • Schreiben Sie Tagebuch und Verbannen Sie somit ihre Sorgen und Alltagsprobleme aus ihren Schlaf
  • Führen Sie Meditation und autogenes Training durch
  • Sprühen Sie beruhigendes Lavendel Duft Öl auf ihr Kopfkissen
  • Trinken Sie beruhigende Tees mit Hopfen, Melisse und Baldrian

Senile Bettflucht nur ein Klischee?

Selbst Apotheken Publikum Magazine bestätigen heute: Es gibt sie doch, die senile Bettflucht. Mit zunehmendem Alter weckt die innere Uhr immer zeitiger, so als passten Schlaf und Alter nicht zusammen. Senioren ertragen entweder die Qual der Schlaflosigkeit oder bekämpfen sie mit Medikamenten. Dabei gilt heute als gesichert, das Senioren einen anderen Schlafrhythmus haben können, der sich z.B. durch ein Schläfchen am Nachmittag ergibt. Dennoch liegt die Gesamtschlafzeit zwischen fünf und zehn Stunden, wie bei allen anderen Altersgruppen.