Private Pflegezusatzversicherung

Warum ist eine private Pflegezusatzversicherung sinnvoll

Ohne eine private Pflegezusatzversicherung realisieren die Menschen erst dann den Aufwand und die finanziellen Kosten der Pflege, wenn sie selbst innerhalb der Familie betroffen sind. Spätestens jetzt wird jeder Betroffene in die Realität zurück geholt und ihm wird klar, dass der staatliche Beitrag der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht einmal annähernd die tatsächlichen Kosten bei einem Pflegefall deckt.

Versorgungslücke im Pflegefall

Die Unterbringung kostet in einem stationären Pflegeheim von 2000 bis 4000 Euro pro Monat, wovon die Pflegeversicherung jedoch nur die Pflegekosten übernimmt. Der Rest wie z.B. die Kosten für Telefon, Fernseher, ein Taschengeld für den Pflegebedürftigen, Friseur, Einkäufe, usw. muss von ihnen selbst bezahlt werden!

Nun ist es so, dass bei den wenigsten Pflegebedürftigen die monatlichen Einkünfte oder Vermögenswerte wie Immobilienwerte oder Geldanlangen ausreichen, um diese Kosten zu decken. Es entsteht bei den meisten Betroffenen die sogenannte Versorgungslücke . Selbst die staatliche Pflegeversicherung warnt immer wieder, das die Pflegeversicherung als Teilkaskoversicherung zu sehen ist und nie die gesamten Kosten übernimmt! Die Differenz muss der Pflegebedürftige aus eigener Tasche bezahlen, was sehr schnell das Einkommen übersteigt und die Ersparnisse aufbraucht.

Kinder haften im Rahmen des Elternunterhalts

Laut Gesetzt sind Kinder verpflichtet, im Rahmen des Elternunterhalts für z.B. anfallende Pflegekosten der Eltern einzustehen. Erst wenn es den Kindern finanziell nicht möglich ist springt der Staat ein und zahlt Hilfe zur Pflege.

Wichtiges zum Thema Kinder – Eltern

  • Kinder sind laut Gesetz verpflichtet, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten,  für den Unterhalt der Eltern zu sorgen. Auch wenn der Kontakt schon seit langer Zeit zu den Eltern abgebrochen ist, befreit sie das nicht vom Elternunterhalt
  • Kommt es zu einem Pflegefall zahlt zunächst der öffentliche Sozialhilfeträger. Dieser wird aber wenn möglich, das Geld von den Kindern zurückfordern
  • Ob Kinder überhaupt und wenn ja in welcher Höhe Elternunterhalt zahlen müssen, hängt vom Einkommen und deren Vermögen ab. Alleinstehenden Kindern wird ein Selbstbehalt von mindestens 1.800 Euro vom bereinigten Nettoeinkommen zugestanden. Kindern mit Familie steht ein erhöhter Selbstbehalt von 3.240 Euro zu
  • Auch evtl. vorhandenes Vermögen der Kinder wird bis zu einer Schongrenze für den Elternunterhalt herangezogen
  • Ein Schonvermögen der Kinder ist z.B. eine angemessene, selbst genutzte Immobilie
  • Wichtig! Unterhaltsansprüche der eigenen Kinder haben Vorrang vor dem Elternunterhalt

Letzte Station Sozialamt

Ist es auch den Kindern nicht möglich die Versorgungslücke zu schließen, kommt das Sozialamt ins Spiel. Dies kann jedoch unangenehme Folgen haben, wie beispielsweise das Heranziehen eines günstigeren Heimes. Spätestens jetzt geht es nur noch um anfallende Kosten.

Das Ganze nennt sich Hilfe zur Pflege und ist eine bedarfsorientierte Sozialleistung in Deutschland. Sie dient der Unterstützung pflegebedürftiger Personen, die mit eigenen Mitteln den notwendigen Pflegeaufwand nicht bestreiten können.

Informieren Sie sich rechtzeitig über eine Pflegeversicherung

Um nicht stark von den Kosten für einen Pflegefall belastet zu werden, sollten Sie sich über eine private Pflegezusatzversicherung informieren. Deshalb ist es ratsam frühzeitig und vor allem vor einer Pflege Bedürftigkeit, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Erstens sind die Beiträge viel günstiger und was noch wichtiger ist, ein guter Versicherungsschutz ist bei zu spätem Abschluss nicht mehr zu ermöglichen.

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