Pflegeversicherung Beitragssatz

Pflegeversicherung Beitragssatz für gesetzlich Versicherte

Seit dem Jahr 2008 besteht ein einheitlicher Pflegeversicherung Beitragssatz für gesetzlich Versicherte. Im Jahr 2015 lag dieser bei 2,35 % des versicherungspflichtigen Einkommens. Allerdings ist der Beitragssatz in zwei Hälften geteilt, welche jeweils von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt werden. Wichtig ist auch die Beitragsbemessungsgrenze, welche monatlich bei 4.125€ liegt. Ab diesem Wert steigt die Beitragshöhe nicht mehr an, auch wenn das Einkommen höher liegt. Somit liegt der gesamte Pflegeversicherungsbeitrag eines Angestellten bei 96,94 € wobei er selbst nur 48,47€ zahlt.

Kinderlose entrichten einen Beitragszuschlag

Versicherte ohne eigene Kinder, Pflege- oder Stiefkinder zahlen seit 2005 einen erhöhten Beitrag. Dieser Anstieg um 0,25% des versicherungspflichtigen Einkommens, muss von dem Versicherten selbst getragen werden. Somit zahlt ein Angestellter ohne Kinder einen Pflegeversicherung Beitragssatz von 2,6% bei einem versicherungspflichtigen Einkommen von 4.125€.

Pflegeversicherung Beitragssatz Anhebung in 2017

Ab dem 01.01.2017 wurde der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Dieser liegt also aktuell seit 2017 bei 2,55 Prozent. Kinderlose Versicherte ab dem vollendeten 23. Lebensjahr müssen zusätzlich einen Kinderlosenzuschlag zahlen! Der Beitragssatz liegt dann für diese Gruppe bei 2,80 Prozent.

Der Beitragssatz von 2,55 Prozent wird je zur Hälfte von den Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Den Kinderlosenzuschlag muss der Beschäftigten dabei alleine tragen.

 Übersicht der prozentualen Beiträge

 Personengruppe  Arbeitnehmer  Arbeitgeber
 Angestellte außerhalb Sachsens  1,275 %  1,275 %
 Angestellter im Freistaat Sachsen  1,775 %  0.775 %
 Rentner   2,55 %  —
 freiwillig Versicherte   2,55 %  —
 Zuschlag für Kinderlose 1,275 % + 0,25% des VPE* 1,275 %

* VPE = Versicherungspflichtiges Einkommen

Pflegeversicherung Gleitzonen bei geringem Einkommen

Es bestehen keine vollen Abgaben an die Sozialversicherung bei Verdienern mit einem geringen Einkommen von max. 450 – 850 €. Der Beitragssatz für die Arbeitnehmer steigt linear in dieser sog. Gleitzone an. Man muss in einer Formel 30% des durchschnittlichen Beitragssatzes aller Versicherten für alle Sozialversicherungen gegenüberstellen, um den Wert zu berechnen. Somit erzielt man ein geringeres Einkommen für die Betrachtung der Sozialabgaben. Der Arbeitgeber wiederum zahlt den gewohnten Beitragssatz auch in der Gleitzone.

Beitrag für Rentner freiwillig Versicherte

Seit 1.4.2004 mussten die Rentner den vollen Anteil der Pflegeversicherung von 2,35% zahlen. Auch seit der Erhöhung in 2017 muss der neue Beitragssatz von 2,55% vom Rentner getragen werden. Auch freiwillig Versicherte müssen den vollen Anteil bezahlen.

Pflegversicherungsbeitrag Sachsen

Der Freistaat Sachsen ist bei dem Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung eine Ausnahme. Der sächsische Arbeitnehmer zahlt mit 1,775% mehr als der sächsische Arbeitgeber der nur 0,775% des Beitrages tragen muss.