Diagnose Alzheimer, was bedeutet dies für den Betroffenen?

Diagnose-AlzheimerGrundsätzlich kann der Hausarzt nicht viel machen, außer den Überweisungsschein zu einem Facharzt auszustellen. Dabei sollte sich der Betroffene bereits im Voraus über einen entsprechenden Facharzt, der auf diesem Gebiet über Erfahrung verfügt, informieren. Die Diagnose Alzheimer wird meistens von einem Team aus Fachleuten gestellt und kann sich über eine längere Zeit hinziehen. Psychiater arbeiten mit Neurologen und Geriatern zusammen und sind alle samt Spezialisten für alle Belange rund um die Altersheilkunde. In einigen Großstädten in Deutschland lassen sich mittlerweile spezielle Kliniken finden, die als sogenannte Gedächtnisambulanz arbeiten, wenn es darum geht, ob jemand senil ist. In den Medien wird dabei auch gerne der Begriff der Memoryklinken verwendet.

Alles beginnt mit einem Gespräch

Im Beginn der Diagnose erfolgen zunächst Gespräche, wobei Betroffene auf Anzeichen und Verläufe hin befragt werden. Hierbei spielen aber auch die Angehörigen eine wichtige Rolle, die unbedingt bei den Gesprächen mit anbei sein sollten. Denn bei der Senilität können die Betroffene viele Vorgänge nicht deuten, um so wichtiger ist daher die Beschreibung der Angehörigen.

Mit weiteren neuropsychologischen Tests werden zunächst die kognitiven Fähigkeiten untersucht. Wird hierbei der Verdacht der Senilität erhärtet, folgen weitere Untersuchungen. Dazu gehört auch eine Kernspintomografie oder Computerspintomografie. Dabei werden Bilder vom Gehirn aufgenommen, einzelne Veränderungen in der Gehirnstruktur können dabei sichtbar werden. Früher wurden auch Gewebeproben aus dem Gehirn entnommen. Durch die neuen Methoden verzichtet man jedoch weitestgehend auf diesen risikoreichen Eingriff.

Das Wort senil wird aber auch gerne im Alltag verharmlost und dann genutzt, wenn man wieder einmal etwas vergessen hat. Hierbei erfolgt die Nutzung mitunter in nicht ganz so ernst gemeinter Manier. Doch sobald ein Mensch im näheren Umfeld senil wird, begreift man erst, was die Senilität alles mit sich bringt und welches Leid sich dahinter verbergen kann.

Erst nach zahlreichen Untersuchungen

Erst wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, kommt es zu einer Diagnose und es entscheidet sich, ob ein Stadium der Alzheimer Demenz vorliegt. Die lange Untersuchungszeit ist notwendig, für den Betroffenen und Angehörige jedoch oft ein Martyrium von Bangen und Hoffen. Dabei ist es vor allem wichtig, dass der Betroffene weiterhin den Rückhalt seiner Nächsten genießt. Auf keinen Fall sollte der Patient nun anders behandelt werden als zuvor.